CO2, ein kleines Gas mit großer Wirkung.

Am 24.1. waren in Reichenbach zwei Botschafter für die Schöpfung der Diözese Freiburg zu Gast: Matthäus Biermayer und Ina Schmitt. In kurzen Streifzügen stellten sie verschiedene Aspekte des Klimawandels dar.

Der aktuelle, menschengemachte CO2-Anstieg und seine Auswirkungen auf die Erwärmung des Klimas waren Thema ebenso wie das Erwärmungspotential von Lachgas und Methan. Auch die Problematik des Abschmelzens der Polkappen wurde erklärt. Eis reflektiert viel Sonnenlicht und Wärme und hat so einen abkühlenden Effekt. Wenn es schmilzt, ist dieser Effekt ebenfalls dahin. Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits spürbar und werden sich in Zukunft verschärfen: Die Ökosysteme der Weltmeere und des Festlandes drohen zu kippen, nicht nur wegen der zunehmenden Erwärmung, sondern z.B. wegen der zu intensiven Bewirtschaftung durch den Menschen.

Intensive Diskussionen schon während des Vortrags und dann auch noch bei Gesprächen in Kleingruppen zeigten, wie sehr diese Themen die rund 40 Besucher*innen beschäftigt. "Ich müsste mehr ändern, als mir lieb ist!", so das Fazit einer Teilnehmerin. Die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks eines Teilnehmers zeigte, dass dieser trotz vorbildlichen, ökologischen Verhaltens immer noch zu groß ist und pro Jahr 1,5 Mal die Ressourcen unserer Erde verbraucht. An dieser Stelle wurde sichtbar, dass die Bemühungen um Nachhaltigkeit des Einzelnen sehr wichtig sind, aber nicht ausreichen. Der Fußabdruck der ökologischen Infrastruktur in Deutschland, die wir ja alle nutzen, ist zu groß (öffentliche Einrichtungen, Krankenhäuser, Straßen, usw.). Politisch kluge Weichenstellungen sind gefragt, z.B. die müssten endlich die Subventionen klimaschädlicher Verhaltensweisen in Industrie und Landwirtschaft beendet werden.

Luca Becker, Schüler in Waldbronn hatte den Abend mit einem eindrücklichen, kurzen Statement begonnen: Erst wusste er nicht viel. Dann hat er sich informiert und die Dramatik erkannt. Es stellte sich ihm die Frage: "Kann ich als einzelner etwas dagegen tun?" - Diese Frage nach dem Können ging bei ihm relativ schnell über in die Erkenntnis: "Ich muss etwas tun." Sein Weg ist es, überpdf Flyer, die er in Haushalten verteilt, zu den Ursachen und Folgen des Klimawandels zu informieren.

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Text: Ruth Fehling, Fotos: Mirjam Bartberger