Rückblick auf die Wortgottesfeier für Familien zu Palmsonntag in Langensteinbach

Bestandteil des Pastoralkurses ist die Planung und Durchführung eines pastoralen Projektes. Meine Projektarbeit sollte die Gestaltung einer Wortgottesfeier für Familien zu Palmsonntag sein. Eine solche Gottesdienstform bietet auch die Möglichkeit, biblische Geschichten aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und durch Anspiele den Inhalt zu vertiefen sowie die Textaussagen verständlicher herauszuarbeiten. Mir war es besonders wichtig, den Kindern und auch den Erwachsenen deutlich zu machen, wie leicht auch noch heute aus dem jubelnden „Hosianna“ ein vernichtendes, hasserfülltes „Kreuzige ihn“ werden kann. Denn auch wir erleben heute immer wieder in verschiedenen Situationen diesen schnellen Stimmungsumschwung. Wie schnell wird aus einem Freund ein Feind, aus einem Hilfesuchenden jemand den man schnell wieder loswerden möchte oder aus einem vergötterten Idol eine Hassfigur.

Im Mittelpunkt der Wortgottesfeier stand das Evangelium vom Einzug Jesus in Jerusalem. Später wurde dieser Einzug nochmals aus dem Blickwinkel des Esels, auf dem Jesus in der Stadt einreitet, betrachtet. Auch der Esel spürte schon, dass der bejubelte und mit Begeisterung begrüßte Jesus unter den anwesenden Menschen Feinde hatte, die ihn loswerden wollten. In der Auslegung der Ereignisse wurden die unterschiedlichen Vorstellungen eines „Königs“ darstellt – einmal der klassische König mit all seinem Prunk und seiner Macht, auf der anderen Seite Jesus, den die Menschen gerne als „König der Juden“ gesehen hätten, der aber nicht in diese klassische Königsrolle passt. So stand der Gottesdienst auch unter dem Motto: „Jesus – ein ganz anderer König!“, dessen Leidensweg in einer kurzen, kindgerechten Lesung der Passionsgeschichte weitererzählt wurde.

Natürlich wäre die Durchführung des Gottesdienstes ohne Mithilfe nicht möglich gewesen. Mein Dank gilt Michaela Knoll und Ursula Seifert, die mich in der Vorbereitung und Durchführung tatkräftig unterstützt haben. Franziska und Marlene haben mit ihrem Anspiel aus der Sicht des Esels die Feier bereichert, die Erstkommunionkinder haben mit viel Freude die Lesetexte übernommen sowie mit drei Erwachsenen die Fürbitten. Und da eine WGF ohne Gesang und Orgelmusik nur halb so schön wäre, ein Dankeschön auch an den Singkreis – spontan eingesprun-gen und nur mit zwei Proben schön gesungen – und Christoph Herrmann am Keyboard und an der Orgel. Danke auch allen Ministranten, Karl Becker für die Technik, der Messnerin für viele gute Tipps und allen Helfern im Hintergrund.

Danke auch allen Gottesdienstbesuchern, die freudig mitgefeiert haben und mir durch ihre positiven Rückmeldungen gezeigt haben, dass sich die Arbeit im Vorfeld gelohnt hat und die WGF sehr gut ankam.

Sabine Stolze

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Fotos: Thomas Jahn