Allen Spenderinnen und Spendern darf ich sehr herzlich für diese bewegende Nachricht danken. Obwohl der Gottesdienst und das Fastenessen ausfallen mussten, haben dennoch sehr großzügige Spenderinnen und Spender eine Summe in der beachtlichen Höhe zusammengebracht. Für das so wohlwollende Engagement und die Großzügigkeit der Mitstreiter im Eine-Welt-Kreis bin ich besonders dankbar. Damit steht die große Summe von Euro 12.000 für unser Hausbauprojekt für die Müllsammlerfamilien zur Verfügung. Das ist Grund zur Freude und gleichzeitig zu großer Dankbarkeit. All diesen großzügigen Menschen auch im Namen unserer Schützlinge ein ganz herzliches Dankeschön. Unsere Leute werden sich über diese gute Nachricht freuen.

Aufgrund der Coronaviruskrise und der damit angeordneten Ausgangssperre, seit bereits drei Wochen, mussten wir die Bauarbeiten einstellen. Wir hoffen aber, vor Ende Mai diesen Jahres weitermachen zu können.
Hier noch einige Informationen zur momentanen Situation in Cebu:
Die derzeitige Lage, hier wie wohl auf der ganzen Welt, ist eine grosse Herausforderung. Das Leiden der Menschen weltweit macht betroffen und teilweise hilflos. Dennoch gilt es, einen klaren Kopf zu bewahren und das Notwendige zu tun.
Durch die Coronakrise sind viele Menschen hier in absolute Not geraten und haben nicht mehr ausreichend Nahrung. Gerade die Menschen am Rande der Gesellschaft von den Mülldeponien, den Strassen und aus den Stadtslums sind betroffen.
Weit über 3.000 Familien, das sind mehr als 18.000 Menschen, werden derzeit von uns täglich mit Nahrung wie Reis, Sardinen, getrocknetem Fisch und Nudeln versorgt, um die hungrigen Mägen zu füllen und den Hunger zu stillen. Die Mehrheit dieser Hilfsbedürftigen sind Kinder.
In meinen über dreißig Jahren auf den Philippinen habe ich das Wort “Hunger” noch nie so häufig gehört wie in den letzten Tagen. Durch die Abriegelung ist das öffentliche Leben hier ähnlich wie in vielen anderen Ländern weltweit zu einem Stillstand gekommen. Viele unserer Schützlinge haben ihre Arbeit als Tagelöhner verloren. Die Armen haben keine Rücklagen und keinerlei Versicherungen, die sie in dieser Krise über Wasser halten könnten.
Da hier kaum oder gar nicht getestet werden kann, haben wir keine Ahnung über die Zahlen der Infizierten und Toten. Für die Armen geht es derzeit ganz einfach ums nackte Überleben. Die Hilfe in Form von Nahrung ist überlebenswichtig. Ich verbringe sehr viel Zeit in den Slums. Danke und einen herzlichen Gruss.
Videonachricht Teil 1
Videonachricht Teil 2
Heinz Kulüke