Wenn wir krank oder gebrechlich sind, gehen wir zum Arzt, der uns Therapien und Medizin verschreibt. In Krankenkommunion und Krankensalbung bietet die Kirche eine besondere Medizin für den gläubigen Menschen an.

Krankenkommunion

Für gläubige Menschen, die aufgrund von Erkrankungen oder körperlichen Gebrechen nicht mehr in den Gottesdienst kommen können, gibt es das Angebot, die heilige Kommunion zu Hause zu empfangen. Ehrenamtliche KommunionhelferInnen besuchen Sie regelmäßig (i.d.R einmal im Monat) und gestalten mit Ihnen zu Hause eine Krankenkommunionfeier, in der Sie die Kommunion empfangen. Wenn Sie selbst nicht mehr zum Gottesdienst kommen können oder ein Angehörige/r krank ist, wenden Sie sich bitte an die Pfarrbüros. Ein Kommunionhelfer oder Kommunionhelferin vereinbart dann mit Ihnen einen Termin.

Krankensalbung

Im Jakobusbrief heißt es: "Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“ (Jak 5,14-15). Das Sakrament der Krankensalbung greift dieses Wort, den Auftrag Jesu („Heilt Kranke!“) und das Handeln Jesu auf, der Kranken die Hände aufgelegt und sie geheilt hat.

In den Zeichen körperlicher Zuwendung wie der Handauflegung und der Salbung der Stirn und der Hände drücken sich die Nähe und der Zuspruch Gottes aus. Die Krankensalbung zeigt und stärkt das Gottvertrauen.

Wenn Sie oder Angehörige körperlich oder psychisch erkrankt sind, körperlich gebrechlich sind oder sich vor einem operativen Eingriff befinden, können Sie das Sakrament der Krankensalbung empfangen. Melden Sie sich in einem der Pfarrbüros, damit ein Priester mit Ihnen einen Termin ausmacht. Bei der Feier der Krankensalbung können gerne Familienangehörige und Freunde dabei sein.

Bitte melden Sie sich möglichst frühzeitig, damit ein geeigneter Termin ausgemacht werden kann. Sollte ein akuter Krankheitszustand eingetreten sein, melden Sie sich bitte direkt auf dem seelsorgerlichen Notfalltelefon, dessen Nummer auf allen Anrufbeantwortern angesagt wird.

Manche kennen den Ausdruck „die letzte Ölung“ für dieses Sakrament und verbinden es mit dem unmittelbar bevorstehenden Sterben. Das hat unterschiedliche Gründe. Als Zeichen des Heiles und der Stärkung geht es zunächst um Stärkung von Leib und Seele. Das Sakrament kann Ihnen helfen, Vertrauen in Gottes Nähe zu fassen und an Leib und Seele zu gesunden oder gestärkt zu werden. In einem Punkt ist die Bezeichnung „Letzte Ölung“ allerdings zutreffend: Es ist von der Reihenfolge her die letzte der möglichen Salbungen (Ölungen): Die erste und die zweite Salbung wird bei der Taufe gespendet, die dritte bei der Firmung, die vierte bei der Priesterweihe und die fünfte und damit in der normalen Lebensabfolge die letzte, ist die Salbung der Kranken. Die Krankensalbung kann als einzige Salbung immer wieder gespendet werden.