Mit der Tischtheatergeschichte des kleinen, habgierigen Zachäus begann unser Zyklus zur Ostergeschichte. Wir konnten dabei erspüren, dass das Verhalten Jesus gegenüber Zachäus nicht dem der Menschen von damals entsprach. Er kennt keine Schranken zwischen Mensch und Mensch und Gut und Böse. So kann Jesus in Zachäus den wahren Menschen sehen. Er sieht nicht nur den Neugierigen auf dem Baum, sondern den Suchenden, der bei all seiner Macht und den Reichtum im Grunde seines Herzens nicht glücklich ist. Jesus nimmt ihn bedingungslos an und lässt ihn spüren: „ Du bist von Gott geliebt“. Er verlangt nichts von ihm und daran erkennt dieser: „Nicht meinen Beruf muss ich aufgeben, aber die Art und Weise ändern, wie ich ihn ausübe“. Geht es uns nicht auch immer wieder wie diesem Zachäus?

Sind wir nicht auch Suchende, die sich oft im Weg stehen und nur wenig ändern müssten, um froh und gelöst zu sein.

Die Kinder haben für diese Geschichte ein gutes Gespür und erkennen schnell den Kern dieser aktuellen Erzählung.

Ein aufgebauter Osterweg, in unserem neuen, oberen Zimmer, nahm mit dem Einzug in Jerusalem seinen Anfang. Das goldene Tor in Jerusalem war aus gelben Bausteinen aufgebaut durch das Jesus mit seinem Esel geritten ist.

Die Leute standen am Wegrand und riefen Hosianna: „Herr hilf uns“. Die Kinder durften Teppichstückchen oder Palmwedel ausbreiten, damit Jesus mit seinem Esel darüber reiten konnte. Dazu sangen wir das Lied: „Auf einem Esel reitet Jesus“.

Es ist ein sehr rhythmisches Lied, welches von Klatschen und Bewegungen begleitet wird und schnell zum Ohrwurm wird. Ein Auszug aus dem Johannesevangelium vertiefte diese Palmsonntagsgeschichte.

passion abendmahl passion oelberg passion pilatus

Das letzte Abendmahl wurde mit Figuren in Szene gesetzt, die an einem Tisch saßen.

Wir sprachen über das Passahfest und die Worte von Jesus: „Wenn ihr gemeinsam das Brot esst und den Wein trinkt und dieses segnet, denkt ihr an mich und ich bin in euren Herzen bei euch“.

Wir hörten den passenden Ausschnitt aus dem Lukasevangelium und sangen dazu das Lied: „ Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“.

Gemeinsam feierten wir im Gruppenraum mit Brot und Traubensaft die Abendmahlsfeier. Für die Kinder war es ein erfahrbares Gemeinschaftserlebnis.

Durch diese dreifache Wiederholung, erzählen mit Anschauung, Bibeltext hören und die gemeinsame Feier, konnte jedes Kind seine persönliche Erfahrung machen ,um es in sich aufzunehmen zu können.

Die weitere Passionsgeschichte wird in dieser Art und in diesem Rahmen bis Ostern weitervermittelt.

Die Kinder der einzelnen Gruppen freuen sich jedes Mal, wenn wir uns nach oben zurückziehen und in dieser ruhigen und nichts ablenkenden Umgebung weitere Geschichten dazu hören.

Wenn Sie Zeit und Lust haben, können Sie nach Absprache mit den Erzieherinnen gerne diese einzelnen Stationen anschauen.