Das Kind mit seinen Bedürfnissen, seinen Fähigkeiten und seinen Entwicklungsphasen ist Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Wir möchten die Kinder in einer Atmosphäre des Vertrauens, der Partnerschaftlichkeit und Toleranz in ihrer Entwicklung fördern und unterstützen.

Dies geschieht in unserem Kindergarten in verschiedenen Bereichen durch unterschiedliche Angebote, jedoch immer unter dem Gesichtspunkt der ganzheitlichen Erziehung (d.h. Berücksichtigung und Förderung aller Lern- und Lebensbereiche des Kindes).

…bei den „Kindergartenneulingen“

Die Kinder werden beim Eintritt in den Kindergarten langsam in das Gruppenleben und in den Kindergartenalltag eingewöhnt. Das geschieht in den ersten Wochen durch Kennenlernspiele, durch Patenschaften, die die größeren Kinder für die „Neuen“ übernehmen, usw. Erfahrungsgemäß benötigen die Kinder zu Anfang viel Zeit zum Schauen, Beobachten und Orientieren.

...bei den „Kindergartengeübten“

Wenn die Kinder mit den Regeln des alltäglichen Zusammenlebens im Gruppenraum vertraut sind, werden ihnen größere Freiräume geboten, z.B. Nutztung der Werkbank, freie Turnraumnutzung, Spielen im Gang, Foyer und Hof. Hierbei können die Kinder weitere Fähigkeiten und Stärken erproben, ihr Selbstvertrauen, Selbstbewußtsein und eigenverantwortliches Handeln entfalten. Im Laufe ihrer Kindergartenzeit werden sich die Kinder ihrer Stärken und Schwächen bewußt, lernen die Notwendigkeit von Regeln zum harmonischen Gruppenleben kennen und können soziale Verhaltensweisen entwickeln.

...bei den „alten Kindergartenhasen“

Gerade im letzten Jahr ist es uns wichtig, das Selbstvertrauen der „Großen“ durch Projekte, Schulanfängeraktionen,das Übernehmen von Aufgaben, durch Kooperation mit den Lehrerinnen der Grundschule zu stärken. Das Wissen über ihre eigene Identität, ihre Fähigkeit, Kompromisse eingehen und Entscheidungen treffen zu können, sowie die Sensibilität, die sie für sich und andere entwickelt haben, helfen den Kindern, den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule zu meistern.

Als weiteres Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist uns wichtig, die Kinder fürs „Anderssein“ zu sensibilisieren und sie zur Toleranz von Stärken und Schwächen anderer Menschen zu erziehen. Das Entwickeln sozialer Verhaltensweisen und das alltägliche Zusammenleben behinderter, ausländischer und nichtbehinderter Menschen ist für uns von großer Wichtigkeit. Wenn die Voraussetzungen zur Integration geschaffen werden konnten, sind wir bereit, diese mit großer Motivation anzugehen.