Kirchengemeinde Waldbronn-Karlsbad entwickelt neue Wege in der Seelsorge

Waldbronn-Karlsbad. Am 13. Januar trafen sich in Reichenbach 30 Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde, um an der Pastoralkonzeption weiterzuarbeiten. Hildegard Ochs und Dr. Tobias Speck (Regionale Arbeitsgemeinschaft Gemeindeentwicklung) begleiteten den Klausurtag.

Energie und tote Pferde

Tobias Speck erläuterte den Nutzen einer Pastoralkonzeption. Es gehe darum, Handlungsfelder zu bestimmen und strategische Ziele zu entwickeln. „Diese Ziele eröffnen Perspektiven für etwas Neues, sie stoßen Veränderungen der Organisation in Struktur und Kultur an.“ Dabei komme es darauf an, Unterscheidungen zu treffen: „Wo reiten wir tote Pferde? Wo eröffnet sich etwas? In welchen Handlungsfeldern ist Energie drin?“ Vier Handlungsfelder sind das Ergebnis intensiver Diskussionen und Abstimmungen: Glaubensentwicklung, Jugendarbeit, junge Familien und Öffentlichkeitsarbeit.

Erfahrungsräume für Jugendliche

Am Nachmittag arbeiteten Kleingruppen zu den ausgewählten Handlungsfeldern weiter. Es wurden Zuständige benannt und Ziele formuliert. Bei der abschließenden Präsentation der Ergebnisse hob Pfarrer Torsten Ret im Blick auf das Handlungsfeld Jugendarbeit hervor, dass ihn die Firmvorbereitung von 120 Jugendlichen im vergangenen Jahr ermutigt habe, neue Wege zu gehen. Er habe großes Interesse wahrgenommen. In einer Arbeitsgruppe will er zusammen mit Ehrenamtlichen ein Konzept mit und für Jugendliche entwickeln. Jugendliche bräuchten einen Erfahrungsraum, in dem sie Fragen stellen dürfen und keine Rolle spielen müssten. Als weitere Ziele identifizierten die Kleingruppen den Aufbau einer Taufkatechetengruppe, ein Familienzentrum und die Entwicklung eines Konzepts für die Arbeit mit MinistrantInnen. Eine Gruppe wird die Glaubensentwicklung von Erwachsenen in den Blick nehmen. Nicole Siegwart ist überzeugt, dass die Sehnsucht nach Religiosität groß ist. „Aber sie kommt nicht mehr bei uns an.“ Die Gruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ wird dafür sorgen, dass Kirche positiv und attraktiv wahrgenommen wird.

Wie geht es weiter?

Die Kleingruppen werden in den nächsten Wochen ihre Arbeit fortsetzen: Für alle war die Erkenntnis wichtig, dass neue Leute angesprochen werden sollen. „Wir machen uns bewusst, dass es auf jeden Einzelnen ankommt.“, so Torsten Ret. Der Pfarrgemeinderat wird bei seiner nächsten Sitzung am 24. Januar die erarbeiteten Ziele offiziell beschließen. Eine Arbeitsgruppe wird danach das Leitbild, die Handlungsfelder und die Ziele der neuen Pastoralkonzeption redaktionell zusammenstellen. Die Ergebnisse können ab Mitte Februar unter www.sewk.de eingesehen werden.


Viele Grüße und einen herzlichen Dank an alle, die mitgearbeitet haben,

Ruth Fehling, Pastoralreferentin

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Fotos: Mirjam Bartberger